Atléticos Co-Trainer Burgos testete gegen Getafe eine ‚Google Glass‘

Google Glass hält nun auch im Fußball Einzug. Am Wochenende wurde diese Hightec-Brille erstmals am Rande eines Fußballspiels entdeckt. Gehören damit Zettel, wie sie zum Beispiel José Mourinho in jedem Spiel füllt, der Vergangenheit an?

Nun. Atlético Madrid zeigte, dass man als Teilnehmer des Halbfinales in der Champions League und als aktueller Spitzenreiter in der spanischen Liga nicht nur fußballerisch auf technisch höchstem Niveau agiert. Während der Partie gegen Getafe trug der Co-Trainer von Atlético Madrid Germán „Mono“ Burgos die brandneue Brille von Google. Vermutlich war er so in der Lage, das Spiel zu verfolgen und dabei live und direkt relevante Daten wie die Werte über gewonnene und verlorene Zweikämpfe und Passquoten zu gewinnen. Wenn man sich an diese Echtzeit-Analyse einmal gewöhnt hat, kann man auch beim Fußball daraus sehr schnell Rückschlüsse ziehen, Schwachstellen des Gegners besser ausnutzen, die eigene Taktik anpassen oder gezielt Auswechslungen vornehmen.

Ob die Erkenntnisse, die mit Google Glass während der Partie gewonnen wurden, dazu beigetragen haben, dass Atlético Madrid die Partie gegen Getafe mit 0:2 gewinnen konnte, ist indes nicht bekannt.

Allerdings ist die Google-Brille am Spielfeldrand keine alleinige fixe Idee der Atlético-Trainer. Vielmehr wurde und wird die Datenbrille für den Fußball vom spanischen Liga-Verband mitentwickelt. Man wolle in allen Bereichen die stärkste Liga der Welt sein. Dazu gehört auch die Einbindung neuer technischer Möglichkeiten zur Unterstützung des Fußballs.

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte im vergangenen Jahr die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass Schiedsrichter eines Tages auch mit der Datenbrille von Google auflaufen. So könnte zum Beispiel die Entscheidung, ob ein Tor gefallen ist oder nicht, direkt im Blickfeld angezeigt werden. Andere Liga-Vertreter zeigten sich gegen diese Technik im Fußball indes skeptisch.

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