Die ‚Fünfte‘ und das Triple

Barça zurück auf dem Thron – 3:1 gegen Juventus Turin

Vier Jahre nach dem bisher letzten Triumph hat sich der FC Barcelona am Samstagabend wieder die Krone des europäischen Vereinsfußballs aufgesetzt und zum vierten Mal nach 2006, 2009 und 2011 die Champions League gewonnen. Den Erfolg 1991/92 im Europapokal der Landesmeister eingerechnet, sind es sogar schon fünf Titel, womit sich nur noch Real Madrid (10) und der AC Mailand (7) häufiger in die Siegerliste eintragen durften.

Vor 70.500 Zuschauern im Berliner Olympiastadion begannen beide Mannschaften mit dem erwarteten Personal. Während Barça-Coach Luis Enrique aus dem Vollen schöpfen konnte, ersetzte Andrea Barzagli den verletzungsbedingt fehlenden Giorgio Chiellini in der Juve-Innenverteidigung.

Juventus begann zwar mit frühem Pressing forsch, aber dennoch erwischte Barcelona einen Auftakt nach Maß. Schon nach vier Minuten schloss Ivan Rakitic eine sehenswerte Kombination über Neymar und Andrés Iniesta mit dem Führungstreffer für die Katalanen ab, die auch in der Folge dominant blieben und zur Pause schon höher hätten führen können.

Juventus kurzzeitig am Drücker

Nach dem Seitenwechsel verpasste Barça bei weiteren hochkarätigen Möglichkeiten erneut die Vorentscheidung und wurde dafür mitten in einer eigentlich starken Phase bestraft. Gegen Carlos Tévez konnte Marc-Andre ter Stegen im Tor des spanischen Meisters zwar noch parieren, doch dann stand ausgerechnet der bei Real Madrid ausgebildete Álvaro Morata richtig und versenkte den Abpraller zum 1:1-Ausgleich in der 55. Minute.

Nun schien die Partie eine kaum für möglich gehaltene Wende zum nehmen, was doch plötzlich Juventus am Drücker. Der italienische Double-Gewinner ließ allerdings mehrere Chancen aus und dann war es wieder einmal Lionel Messi, der in Minute 68 für einen entscheidenden Akzent sorgte. Einen Schuss des Argentiniers konnte Torwart-Veteran Gianluigi Buffon im Juve-Tor nicht entscheidend abwehren und der lauernde Luis Suárez traf per Abstauber zum 2:1.

Der Schock über dieses Gegentor war Juventus anschließend anzumerken. Die Italiener bemühten sich zwar um den erneuten Ausgleich, doch letztlich war es bereits in der siebten Minute der Nachspielzeit Neymar, der nach Zuspiel des eingewechselten Pedro das 3:1 erzielte und damit den katalanischen Triple-Gewinn perfekt machte.

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