FC Sevilla zum dritten Mal Europa-League-Sieger

Der FC Sevilla hat zum dritten Mal in seiner Vereinsgeschichte die Europa League gewonnen. Nach 2006 und 2007, als der Wettbewerb noch UEFA-Cup hieß, besiegte Sevilla am Mittwochabend in Turin Benfica Lissabon nach torlosen 120 Minuten mit 4:2 nach Elfmeterschießen.

Zum Helden des Tages avancierte dabei Keeper Beto, der die Strafstöße von Oscar Cardozo und Rodrigo parieren konnte, während die vier angetretenen Schützen Sevillas – Carlos Bacca, Stephan Mbia, Coke und Kevin Gameiro – cool blieben und ihre Elfmeter ausnahmslos versenken konnten.

Video: Elfmeterschießen

„Guttmann-Fluch“ verlängert sich

Guttmann (1962): „In den nächsten 100 Jahren wird Benfica nie wieder einen Europacup gewinnen“

Für Benfica setzt sich damit eine kaum zu glaubende Serie fort. Der portugiesische Meister, der im Vorjahr dem FC Chelsea mit 1:2 unterlegen war, verlor das achte internationale Pokalfinale in Folge, womit auch der mittlerweile legendäre „Guttmann-Fluch“ weiterhin Bestand hat. Bela Guttmann, der 1961 und 1962 mit Benfica den Europapokal der Landesmeister gewann, hatte dem Verein nach seinem Abschied aufgrund eines Streits um eine Gehaltserhöhung 100 Jahre ohne europäischen Titel prophezeit und auch im Jahr 2014 wurde Guttmann nicht widerlegt.

Dabei war Benfica über weite Strecken der Partie, wie schon vor einem Jahr gegen Chelsea, die bessere Mannschaft, versäumte es aber, das vorhandene Chancenplus in Tore umzumünzen. Zwar dauerte es rund 40 Minuten, bis eine zunächst von der Taktik und sehr guten Defensivreihen geprägte Begegnung Fahrt aufnahm, doch ab etwa fünf Minuten vor der Pause bekamen die 33.120 Zuschauer in der Juventus Arena einiges geboten. Abgesehen von einer starken Phase des FC Sevilla Mitte der zweiten Halbzeit und einer sehr guten Chance der Andalusier durch Carlos Bacca in der Verlängerung, war meist Benfica am Drücker. Einige Male brachten Sevillas Verteidiger aber gerade noch ein Bein dazwischen, als die Portugiesen abziehen wollten und als Lima Keeper Beto kurz nach der Pause überwunden hatte, konnte Nicolas Pareja auf der Linie klären, sodass unter dem Strich einmal mehr eine unglückliche Niederlage für Benfica steht.

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