Die Gründe für Barças mittelmäßigen Saisonstart

Nachfolgend gibt es die möglichen Gründe bzw. Schwächen, die für den mittelmäßigen Start des amtierenden spanischen Meisters in die neue Saison 2010/2011 eine Rolle gespielt haben könnten. Diese Mittelmäßigkeit manifestiert sich jedoch bisher vorwiegend in Liga-Heimspielen.

Keine Souveränität im Camp Nou

In der vergangenen Saison war Barça im eigenen Stadion eine Macht. Von 19 Spielen gewann Guardiolas Team 18 und ließ nur ein Unentschieden zu (1-1 gegen Villareal am 16. Spieltag). Im dritten Heimspiel in dieser Saison hat der amtierende Meister nun bereits 5 Punkte abgegeben. Aktuell (6. Spieltag) liegt der FC Barcelona in der Tabelle auf Rang 4 hinter Valencia, Villareal und Real Madrid.

Verletzungspech

Sechs Spieler sind derzeit bei den Katalanen verletzt. Neben Puyol und Jeffren, die sich ihre Verletzungen mit der Nationalmannschaft zuzogen, verletzten sich Pinto, Adriano, Xavi und Pedro bei Barça. Zudem musste Messi nach dem Foul von Ujfalusi für zehn Tage pausieren, wodurch er die Spiele gegen Sporting und Athletic verpasste.

Kaputter Rasen

Der heiße Sommer in Spanien hat dazu geführt, dass der Rasen im Camp Nou zu Saisonbeginn nahezu unspielbar geworden ist. Das gleiche Problem gabs auch im Santiago Bernabéu. Und wie Real Madrid, so hat auch der FC Barcelona nun entschieden, den Rasen zu erneuern, nachdem sich Pep Guardiola über die mieserablen Platzverhältnisse beschwert hatte. Übrigens, Pedro hat sich gegen Mallorca durch einen Platzfehler verletzt und fällt für die kommenden drei Wochen aus.

Zusammenstellung des Kaders

Im Sommer haben mit Márquez, Chygrynskiy, Touré, Henry und Ibrahimovic gleich fünf große und physisch starke Spieler den Klub verlassen. Die Durchschnittsgröße des Kaders ist nun von 1.80 m auf 1.77 m gesunken. Dies zwingt dazu, die Strategie etwas zu ändern. Besonders Standardsituationen sind derzeit eine Schwachstelle, an der Pep arbeiten muss.

Zu wenig Spieler

Im Vergleich zur letzten Saison ist der Kader um zwei Spieler von 21 auf 19 geschrumpft. Dies in Verbindung mit dem Verletzungspech zwingt Guardiola dazu, den Kader mit Jugendspielern aufzustocken und sie auch rotationsbedingt einzusetzen.

Zu viel quer, zu wenig vertikal

Zusammen mit Deportivo, Racing und Levante ist der FC Barcelona der Klub mit der schlechtesten Torausbeute in Heimspielen. Dabei machen Iniesta und co. im Prinzip alles richtig. Sie dominieren die Spiele und sind nahezu immer die spielbestimmende Mannschaft auf dem Platz, sie begeistern das Publikum durch nahezu perfekten Kombinationsfußball, doch sie sind einfach zu wenig vertikal, ihnen fehlt, wie beispielsweise bei Real Madrid, der direkte Zug zum Tor. Gegen Mallorca hatten die Katalanen zeitweilig 90% Ballbesitz. Auch bei den Freistößen und Ecken sprachen die Zahlen Bände. Aber auch die Tatsache, dass das erste Foul Barças in der 65. Minute kam zeigt, dass zu viel Wert auf kombinieren und spielen gelegt wird anstatt den Abschluss zu suchen. Schüsse aus der Distanz sind Mangelware. Ohne Ibrahimovic (und davor Etoo) fehlt zudem jetzt der klassische Mittelstürmer, der eben nicht lange zögert sondern gleich den Abschluss sucht.

Schlechter Abschluss

Und wo wir gerade bei Abschluss sind: zwei Tore aus drei Spielen im Camp Nou bisher sind eindeutig zu wenig. Mit 66 Torschancen in drei Spielen, von denen 25 aufs Tor gingen lässt somit die Effektivität beim Abschluss zu wünschen übrig. Zum Vergleich: in der Saison 2009/2010 hatte Barca im Camp Nou in den ersten drei Spielen bereits 9 Mal getroffen.

Sehr Ihr das ähnlich bzw. was für Günde seht ihr für Barças bescheidenen Saisonstart?

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