Neuer Trainer und neue Spieler aber gleiche Spielweise

Sicherlich ist der erste Spieltag der Liga BBVA 2010/2011 nicht der richtige Zeitpunkt, um voreilige Schlüsse zu ziehen, doch das, was Real Madrid gestern auf Mallorca geboten hat, verheißt nichts Gutes. Gegen die Insulaner kamen die Königlichen über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Dem spanischen Rekordmeister dürfte dies wie eine bittere Niederlage schmecken. Und auch die Real-Fans dürften nicht wirklich glücklich sein.

Das Besorgnis erregende ist weniger das Ergebnis als vielmehr die Spielweise bzw. das Spielkonzept der Weißen. Es erinnert doch sehr stark an die letzte Saison, in der Pellegrini noch auf der Bank saß. Vom neuen Coach Jose Mourinho hatten sich viele aber ein klareres, irgendwie stichhaltigeres Konzept erhofft. Doch dem war gestern nicht so. Real fiel es gegen die von Laudrup trainierten Mallorquiner denkbar schwer, Chancen zu erarbeiten. Allgemein wirkte Real wesentlich langsamer als zum Beispiel Barca gegen Racing.

Klar nun kann man sagen, dass sich die Mannschaft nach den sechs Neuzugängen Canales, Pedro León, Di María, Carvalho, Khedira und Özil in einem Umbruch befindet – mal wieder, doch dieses Argument verliert so langsam an Überzeugungskraft. So langsam erwarten Fans, Experten und nicht zuletzt auch der Real-Vorstand neben guten Ergebnissen auch eine überzeugende Spielweise. Bei einem so großen und erfolgreichen Klub wie Real allein auf Konterfußball und Standardsituation zu setzen, wird der Geschichte dieses Klubs nicht gerecht. Doch genau darauf baute gestern das gesamte Spiel Reals. Mallorca fiel es nicht schwer, Real den Ballbesitz streitig zu machen. Das aber sollte es eigentlich jedem Team, das gegen Real antritt.

Özil und Khedira auf der Ersatzbank

Von den sechs Neuzugängen spielten mit Carvalho, Canales und Di María nur drei von Beginn an. Neben Pedro León blieben die deutschen Özil und Khedira auf der Ersatzbank. Dafür spielte Lass Diarra, der es, meiner Meinung nach, immer wieder schafft, sämtliche, von seinem Mittelfeldkollegen Xabi Alonso ausgehende Kreativität, zunichte zu machen. Beide harmonieren nicht wirklicht miteinander und auch die Rückennummer 10 macht sich auf Lass’ Trikot nicht wirklich gut.

Somit lag es am 19-jährigen Sergio Canales, Kreativität in Reals Spiel zu bringen, was ihm auch bisweilen gelang. Doch gegen die gut gestaffelte Abwehr von Mallorca gelang es Mourinhos Mannschaft nur selten, wirklich gefährlich zu werden. Und wurde die Defensive einmal überwunden, so vereitelte ein überragender Keeper Aouate die Chancen der Madrider.

In der zweiten Halbzeit kamen Özil, Benzema und Khedira ins Spiel. Der Druck der Madrilenen stieg etwas an, doch weder Higuaín noch Benzema waren in der Lage ihre zum Teil guten Chancen zu verwerten. Am Ende blieb es bei einem ernüchternden 0-0 und einem mageren Punkt.

Dass es auch besser geht, zeigte einmal mehr der große Erzrivale aus Barcelona. Die Katalanen gewannen nicht nur ihr Auftaktspiel gegen Racing locker mit 0-3 sondern dominierten das Spiel nach belieben. Wie gesagt, es ist schwer jetzt schon voreilige Schlüsse zu ziehen, doch wer gestern sowohl das Barça- als auch das Real-Spiel gesehen hat, dem dürfte bereits jetzt schon so einiges klar geworden sein.

Ein Kommentar

hans sagt:

madrid is cccccccccccooooooooooooolllllllllllllll

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