Quo vadis, Real Madrid?
Bernd Schuster hat bei Real Madrid momentan einen schweren Stand. Foto: Florian K. @ Wikimedia CommonsNach der Niederlage in der Copa del Rey gegen das drittklassige Real Irún und der erneuten Schlappe gegen Juventus Turín am Mittwoch in der Champions League ist es mal an der Zeit, die momentane Situation der Königlichen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Was ist bloß mit Real Madrid los? Diese Frage stellt sich spätestens seit der zweiten Niederlage in Folge in der Champions League gegen Juve so ziemlich jeder Real- und Fußballfan. Über die Antwort lässt sich lange diskutieren, doch ich persönlich finde nicht, dass es zu der Leistung im vergangenen Jahr einen großen Unterschied gibt. Zumindest nicht bei Real, wohl aber bei den Gegnern.
Im letzten Jahr holten ja genau die Spieler die Meisterschaft nach Madrid, die auch jetzt aktuell im Kader sind, doch Klubs wie der FC Barcelona, Villareal oder der FC Sevilla sind in der aktuellen Saison stärker als je zuvor. Man denke auch an den FC Valencia, der unter der Leitung von Ronald Koeman in der letzten Saison zeitweilig zur Lachnummer degradiert wurde (umso überraschender, dass sie die Copa del Rey gewannen!).
Real gewinnt wie die Kleinen
Diese ganzen Teams haben sich also stark verbessert, haben zum Teil, wie es bei Barça der Fall gewesen ist, schwierige Umbruchsituationen durchlebt und die Mühen und Anstrengungen beginnen sich nun auszuzahlen. Ich habe nahezu alle Liga-Spiele der Katalanen verfolgt und bin nach anfänglicher Skepsis mittlerweile restlos von Guardiola und seinem Konzept überzeugt. Das gleiche von Real Madrid und Schuster zu behaupten kann ich einfach nicht. Real gewinnt als große Mannschaft Spiele in einer Art, wie sie normalerweise die Kleinen gewinnen. Ohne wirklich zu überzeugen, bescheiden, oft über den Kampf und für die verwöhnten Fans viel zu unspektakulär. Sicher ist Ronaldo nicht gekommen, auch nicht Villa und auch nicht Cazorla und wer sonst noch alles auf Mijatovics Einkaufsliste draufstand.
Meines Erachtens hat Real einen guten Kader mit einem enormen Potential, welches irgendwie nicht wirklich erschlossen wird. Und dies ist dann glaube ich nicht mehr die Schuld der Spieler, sondern des Trainers.





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