Testspiel: Spanien startet gegen Frankreich in eine neue Ära

Bevor es am Montag in der Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich mit dem Heimspiel in Gruppe C gegen Mazedonien schon wieder ernst wird, startet der entthronte Weltmeister Spanien am Donnerstag in Paris mit einem Testspiel gegen Frankreich ins neue Länderspieljahr.

Nach dem völlig enttäuschenden Vorrunden-Aus der als Mitfavorit gestarteten Furia Roja bei der WM 2014 in Brasilien beginnt für Trainer Vicente Del Bosque, der weiterhin das Vertrauen des Verbandes genießt, die Operation Neuaufbau. Schließlich gilt es 2016 in Frankreich ja den Titel des Europameisters zu verteidigen, den Spanien 2008 und 2012 verdientermaßen einheimste.

Für das erste Länderspiel nach der WM hat Del Bosque einen deutlich veränderten Kader berufen. Während das Fehlen der zurückgetretenen Xavi Hernández und Xabi Alonso sowie des mit einem Kreuzbandriss ein halbes Jahr lang ausfallenden Javi Martínez klar war, verzichtete der Nationalcoach aus freien Stücken auch auf fünf weitere WM-Fahrer. Pepe Reina, Gerard Piqué, Juan Mata, David Villa und Fernando Torres wurden für die Partien in Frankreich und gegen Mazedonien nicht berufen. Während Reina und Villa altersbedingt generell keine große Perspektive mehr haben, müssen Piqué, Mata und Torres im Verein erst wieder Leistung bringen, wollen sie ins Nationalteam zurückkehren.

Quartett vor Debüt

Während einige langjährige Eckpfeiler fehlen, berief Del Bosque fünf Spieler erstmals in sein Aufgebot.Torwart Kiko Casilla von Espanyol muss sich erst einmal hinter Iker Casillas und David de Gea einreihen, könnte sich aber mit Blick auf die EM 2016 als Nummer drei etablieren.

In den Innenverteidigung bewirbt sich in Abwesenheit von Piqué neben Raúl Albiol und Marc Barta auch Mikel San José von Athletic Bilbao um einen Platz in der ersten Elf und im Angriff können sich Raúl García von Atlético de Madrid und Paco Alcácer vom FC Valencia ab sofort als Nachfolger der altgedienten Torjäger Villa und Torres empfehlen. Raúl García, der mit 28 Jahren vor seinem Debüt steht, ist aber auch im offensiven Mittelfeld einsetzbar. Dort hofft Isco, der im Starensemble von Real Madrid über eine Nebenrolle nicht hinauskommt, auf seinen dritten Länderspieleinsatz.

Eine Schlüsselrolle soll in Zukunft neben den bekannten Stars wie Andrés Iniesta oder Cesc Fàbregas auch Diego Costa einnehmen, der nach einer Verletzung bei der WM nur ein Schatten seiner selbst war und nun beweisen will, dass seine Einbürgerung kein Fehler war. Beim FC Chelsea präsentiert sich der gebürtige Brasilianer seit Saisonbeginn auf jeden Fall sehr treffsicher, was auch die spanischen Hoffnungen nährt.

Artikelbild: Football.ua / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

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